Rürup-Rente absetzen
Kann man Rürup-Rente bei der Steuer absetzen?

Beiträge zu einer Basisrente, umgangssprachlich als Rürup-Rente bezeichnet, können Sie während der Ansparphase als Vorsorgeaufwendungen zur Basisversorgung (auch gesetzliche Renten, berufsständische Versorgungswerke, landwirtschaftliche Alterskassen) bis zu einem sich jährlich ändernden Höchstbetrag abziehen.

Ansparphase

Die Beiträge zu einer Rürup-Rente können Sie während der Ansparphase bis zu einem sich jährlich ändernden Höchstbetrag abziehen. Der Höchstbetrag lag in 2014 bei 20.000 € (Ledige) und 40.000 € (Verheiratete).

Der Anteil der jährlich abziehbaren Basisvorsorgeaufwendungen wird jährlich um zwei Prozentpunkte angehoben.  In der Steuererklärung für 2016 berücksichtigte das Finanzamt 82% der Höchstbeträge. Im Jahr 2017 können Sie 84% des Höchstbetrags berücksichtigen, in 2018 86%.

Seit 2015 ist die Höchstgrenze an den Höchstbeitrag zur knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt. Dieser setzt sich aus dem Beitragssatz zur knappschaftlichen Rentenversicherung (2017 24,8%) und der dazugehörigen Beitragsbemessungsgrenze (2017: 94.200 €/Jahr) zusammen und wird jährlich angepasst. 2017 ist der abzugsfähige Höchstbetrag damit auf 84% aus 23.362 € (Ledige) bzw. aus 46.724 € (Verheiratete) begrenzt.

Leistungsphase

Die steuerliche Behandlung der Rürup-Rente in der Rentenphase entspricht der der gesetzlichen Rentenversicherung:

Die Leistungen aus der Rürup-Rente sind bis 2040 nur begrenzt steuerpflichtig. Der steuerfreie Anteil wird im Jahr des Rentenbeginns festgelegt und als »festgeschriebener Rentenjahresbetrag« bestimmt. Je später der Rentenbeginn liegt, desto höher ist der Prozentsatz der Rente, der zu versteuern ist. Bis 2020 steigt der steuerpflichtige Prozentsatz von zunächst 50% für den Rentenbeginn im Jahr 2005 jährlich um 2%-Punkte an, danach bis 2040 um einen Prozentpunkt. Bei Rentenbeginn in 2016 beträgt der Besteuerungsanteil 70%.


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